Was ist der Manpack?
Die miFAP-Produktfamilie zeichnet sich durch den Tactical Access Node (TAN) aus. Dieser konsolidiert Sprach- und Datensignale und ermöglicht so die Interoperabilität zwischen bislang inkompatiblen Systemen. Neben den bereits eingeführten verlegbaren miFAP-Einheiten (Transportkisten) und Containerlösungen für den teilmobilen Einsatz, wurde der Manpack erstmals an der diesjährigen Fachmesse AFCEA in Bonn, Deutschland, präsentiert. Mit einem Gewicht von weniger als fünf Kilogramm ist der Manpack eine höchstmobile Lösung aus bestehenden TAN-Komponenten in einem gehärteten Koffer mit angeschlossenem Rugged Laptop. Vier analoge und zwei Ethernet‑Anschlüsse ermöglichen den gleichzeitigen Anschluss von bis zu sechs Funkgeräten in einem gemeinsamen Sprach‑ und Datenverbund. Der Manpack ist ein voll funktionsfähiger Prototyp und wird als Minimum‑Viable‑Product (MVP) eingesetzt.
Warum der Manpack?
Die deutsche Bundeswehr setzt für die durchgängige Sprach- und Datenkommunikation in ihren multinationalen Einsätzen auf die RUAG miFAP-Produkte. Dazu gehört auch das mobile Containersystem. Derzeit werden 14 miFAP‑Container an den RUAG-Standorten Thun, Zweisimmen und Zürich Seebach gefertigt und bis Ende 2026 an die Bundeswehr übergeben. Um die Marktbedürfnisse im Allgemeinen zu erfüllen, wurde der Manpack entwickelt.
Wie geht es weiter?
Schon der Prototyp stiess bei der AFCEA auf grosses Interesse und eine durchwegs positive Resonanz. Zuletzt stand er an der NATO-Übung CWIX in Polen im Einsatz. Dort testete die deutsche Bundeswehr mit RUAG-Unterstützung den multinationalen Einsatz. Auch an der CWIX liessen sich wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung sammeln. Mit der erweiterten miFAP-Produktfamilie werden Kommunikationshindernisse unserer Kundschaft überwunden.