Zukunftsweisende Projekte und übertroffene Klimaziele
Die RUAG Real Estate wurde im Berichtsjahr als strategischer Geschäftsbereich der RUAG-Gruppe positioniert und übernimmt als neuer fester Bestandteil der Geschäftsleitung Verantwortung. An den Hauptstandorten Emmen und Thun hat RUAG Real Estate im Hinblick auf die Zukunft entscheidende Areal- und Projektentwicklungen vorangetrieben.
Arealentwicklung in Thun
Der Standort Thun ist für RUAG ein wichtiger Entwicklungsschwerpunkt. RUAG Real Estate schafft derzeit Grundlagen für weiteres Wachstum und technologische Entwicklung. Im sogenannten Tryber-Teil-Areal wird die Weiterentwicklung des RUAG-Campus und die neue S-Bahn Haltestelle Thun-Nord geplant. Die Projekte «Sanierung Patronenfabrik» und «Einbau Gastroküche Restaurant Zündkapsel» laufen planmässig.
Projektentwicklungen für das Wachstum
Für die Expansion des Geschäftsbereichs C5I saniert RUAG Real Estate ein Bestandesgebäude für Büronutzungen und baut die CFBL-Infrastruktur (Combined Federated Battle Laboratories Network) unter laufendem Betrieb in den C5I-Campus ein. Um einen sinnvollen Synergiegewinn zwischen der Logistikbasis der Armee und dem strategischen Geschäftsbereich SENSORS, COMMUNICATION & GROUND zu erzielen, entwickelt RUAG Real Estate gemeinsam mit armasuisse ein Hochregal-, ein Blockund ein Mehrzwecklager.
Aerospace-Cluster in Emmen
Am Standort Emmen wurde das Arealentwicklungskonzept in enger Abstimmung auf die Bedürfnisse des strategischen Geschäftsbereichs AIR geplant. Ein neuer Gestaltungsplan wird die planungsrechtliche Grundlage für die Zukunft des Aerospace Clusters in Emmen bilden, welcher die Co-Existenz von RUAG und strategischen Partner ermöglicht. Anfangs 2026 wird als erste Bauetappe ein Mehrzwecklager realisiert, welches als flexible Raumstruktur die Bedürfnisse des Nutzers erfüllen wird.
Klimaziele dank Fernwärmeanlage Emmen deutlich übertroffen
In Emmen hat die Umstellung des Wärme-Energieträges von fossilen Brennstoffen auf Fernwärme verbunden mit der Realisierung einer Fernwärme- und Spitzenlastzentrale auf dem RUAG Areal in den letzten beiden Winterperioden die volle Wirkung entfaltet. Die Klimaziele von RUAG konnten deutlich übertroffen werden. Konkret sank der CO2-Ausstoss der neun Betriebsstätten von rund 3500 t CO2eq im Jahr 2021 auf rund 1100 t in 2024. Das sind 69 % Prozent weniger CO2-Emissionen als der mit dem Bundesamt für Umwelt vereinbarte Absenkungspfad. Der Strombedarf wird seit 2021 vollständig mit erneuerbaren Energien gedeckt.